Mitglieder des axinocapital.de-Teams konnten im Spätsommer 2019 das Stillwater West-Projekt von Group Ten Metals in Montana (USA) besuchen. Fantastische Drohnenaufnahmen vom Gebiet werden ergänzt durch informative Erklärungen des Explorations-Teams vor Ort. Inzwischen ist jedoch wieder einige Zeit vergangen, viele herausragende Explorationsergebnisse wurden vom Unternehmen geliefert und einige Interviews mit dem Group Ten Management wurden seitdem geführt. Es gibt demnach auch einige neue Erkenntnisse seit unserem Site Visit.

Das Projekt grenzt über eine Streichlänge von 25 Kilometern direkt an Sibanye’s Milliarden-Projekt Stillwater, auf der sich die weltweit hochgradigsten Platin- und Palladium-Minen befinden. Die USA wird wohl alles daransetzen, ihre einzigen signifikanten PGM-Lagerstätten (Stillwater + Stillwater West) zu fördern und auch für sich zu nutzen. Diese langfristigen Aussichten können sich auf den inneren Wert des Stillwater West-Projektes von Group Ten aber jetzt schon positiv auswirken. Wertbestimmende kurzfristige Faktoren sind die erfolgreiche Kumulation der früher stets fragmentierten Ländereien zur jetzigen Größe, das Nutzen und Auswerten umfangreicher historischer Daten ehemaliger Explorer und die hervorragenden eigenen Entdeckungen der letzten Monate und Jahre. Vermutungen, dass es geologische Ähnlichkeiten (Platreef-Mineralisierungen) zum Bushveld-Komplex in Südafrika gibt, verdichten sich zunehmend durch eigene Bohrungen. Dort werden, zusammen mit Russland, immerhin etwa 90% des weltweiten Platins und Palladiums gefördert.

Platin, Palladium und Nickel sind eine der ersten Metalle, die sich in aufsteigenden Intrusionen herausbilden. Entsprechend tief in der Erdkruste befinden sie sich normalerweise. Ivanhoe musste auf seiner Platreef-Mine in Südafrika deshalb jüngst seinen Minenschacht bis in 1.000 Meter Tiefe verlängern. Auf dem Stillwater-Komplex in Montana beginnen die mächtigen Platreef-Mineralisierungen schon an der Oberfläche, was von ganz entscheidender Bedeutung ist. Die Abbaukosten der, zudem hochgradigeren, Metalle sind somit deutlich geringer als anderswo. Erdverschiebungen in Nordamerika waren wohl dafür verantwortlich. Bei 3 Teilzielen stieß Group Ten mit eigenen Bohrungen auf oberflächennahe 0,99 – 1,9 g/t Platinäquivalent über 272 - 399 Meter dicke Schichten. Auf einigen Zielen gibt es außerdem noch hochgradiges Gold und Rhodium.

Group Ten möchte für das Stillwater West-Projekt dieses Jahr ihre 1. Mineral-Ressourcenschätzung vorlegen, auf die nicht nur der Nachbar Sibanye, sondern auch andere Produzenten sehr gespannt sein dürften. Rein rechnerisch reichen für Sibanye die Mineralreserven von 26 Mio. Unzen (+ 81 Mio. Unzen Ressourcen) Platinäquivalent auf Stillwater schon noch einige Jahre, doch Rohstoffversorgung muss langfristig gesehen werden. Vielleicht kommt auch ein ganz neuer großer Player auf den Plan.

Nebenbei sucht das Unternehmen für seine kanadischen Projekte Käufer. Auch dabei wird der Explorer nichts überstürzen und versuchen, für die PGE-Aktionäre die jeweils besten Preise zu erzielen. Das Black Lake – Drayton Gold-Projekt in Ontario dürfte schon allein durch die inzwischen stark gestiegenen Edelmetallpreise an Wert gewonnen haben. Strategisch dürfte sich dafür besonders Nachbar Treasury Metals interessieren, der jüngst sein Goliath- mit dem Goldlund-Deposit von First Mining konsolidierte. Zusammen haben die beiden Deposits steigerungsfähiges aber auch ausbaubedürftiges Goldinventar von 3,1 Mio. Unzen.

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